



Die Wirklichkeit zeigt uns, dass die meisten der Schülerinnen und Schüler viele Stunden vor dem Fernseher und noch ein paar Stunden vor dem PC verbringen. Deshalb lag das Wort „Bildschirm" als Motto und Thema des Projektes nahe. Das Bemerkenswerte dieses Begriffes liegt in seiner Mehrfachbedeutung, die vom Bild, das schirmt, also durchaus eine „Schutzfunktion" einnimmt oder gar „abschirmt" und einen Fokus der tatsächlichen Begegnung von Schülerinnen und Schülern mit ihrer Umwelt absteckt - wir könnten auch „virtuelle Lebenskommunikation" sagen - bis hin zum Wort realiter reicht, sprich, alles, wo man heute mit einem „Bildschirm" konfrontiert ist: Fernseher, Computer, Ipod, Ipad, Taschentelefon, etc.
Wir glauben, dass wir durch die Auseinandersetzung in Sprache, eigenem Text und Darstellung dieser Lebenssituation „unserer" Schülerinnen und Schüler ihren Gedanken und Gefühlen näher kommen. Deshalb wollen wir sowohl den Umgang als auch die Inhalte, die sie interessieren, mit denen sie sich beschäftigen, wo es um „Bildschirme" geht, zum Schreibanlass nehmen und Texte werden lassen. Diese ganzjährige Schreib-Übung in Kooperation mit dem Lyriker José F.A. Oliver schafft eine der Grundlagen um den Kommunikationsradius dieser Generation mit Nuran David Calis dramatisch zu bearbeiten und zu präsentieren.
Waldemar Staniczek





Die Realschule Ostheim kooperiert in diesem Projekt mit dem Literaturhaus Stuttgart und dem Schauspiel Stuttgart. Es ist geplant, die von den Schülern geschriebenen Texte in der Spielzeit 2011/12 am Schauspiel Stuttgart zu inszenieren, Regie: Nuran David Calis.
Schülerinnen und Schüler der Realschule Ostheim, Stuttgart äußern sich:
Ich finde das Projekt mit Herrn Calis gut, denn es zeigt, dass wir als Klasse auch etwas Besonderes zustande bringen können. (Kevin)
Ich finde es sehr gut, dass die Texte, die wir geschrieben haben, aufgeführt werden, denn wir haben viel Zeit und Aufwand dafür investiert, außerdem macht es mich dann sehr stolz, wenn die Texte veröffentlicht werden. (Filothey)
Die Zusammenarbeit mit Herrn Calis ist sehr gut und sehr hilfreich. Hilfreich in dem Sinne, dass man einfach in sich hineingehen und auf sein Gefühl hören kann. (Vedat)
Ich finde gut, dass wir nicht immer nur im Klassezimmer sitzen, sondern zum Beispiel auch ins Literaturhaus fahren und dort arbeiten. (Nicola)
Die Zusammenarbeit mit Herrn Calis ist sehr interessant, denn als wir bei der Theaterprobe zuschauen durften, habe ich gemerkt, auf wie viele Einzelheiten er geschaut hat, z.B. auf das Licht oder ob der Schauspieler zu schnell läuft. (Jenifer)
Also, ich finde es sehr schön, dass man uns so einen Profi, sag´ ich mal, an die Seite gibt, und man merkte schon auch, als wir das Theaterstück improvisiert haben, dass er sein Handwerk versteht. (Andrea)
Ich finde es toll, dass wir ein Theaterspiel gemacht haben. Das kann uns in der Schule helfen, z. B. wenn wir eine GFS vortragen müssen. (Oliver)
Mir hat am besten das Theaterspielen gefallen, weil es witzig und auch interessant war zu beobachten, wie die einzelnen Spieler ihre Rolle spielten. (Igor)
Dass unsere Texte auch veröffentlicht werden und dass sie auch als Theaterstück aufgeführt werden, finde ich recht aufregend. Es macht mich teilweise neugierig, wie sie das hinkriegen wollen. (Dang)
Ich finde die Schauspielerei am besten, wo es ziemlich viel Gutes gab, wobei man gedacht hätte, dass die meisten es überhaupt nicht draufhaben. (Tobias)
Man lernt in dem Projekt viel Neues. Zum Beispiel kann man aus sich heraus und das Selbstbewusstsein steigt, indem man vor der Klasse steht und etwas improvisieren muss. (Etnike)
