



Unsere Schule, das Städtische Gymnasium Herzogenrath, liegt außerhalb des alten Ortskerns der Stadt Herzogenrath (bei Aachen), unmittelbar im Grünen. Zur Zeit gehen hier 1120 Schülerinnen und Schüler sowie 84 Unterrichtende ein und aus.
Das weitläufige Schulgelände lässt viel Raum für Aktivitäten, während des Unterrichts und in den Pausen. Auch das Schulgebäude ist großzügig angelegt: Im künstlerisch-musikalischen Bereich der Schule stehen den Schülerinnen und Schülern atelierartige Fachräume zur Verfügung, in der Aula der Schule finden Konzert- und Theaterveranstaltungen sowie gemeinsame Feiern statt und mit der neuen Mensa verfügt die Schule nun über einen weiteren offen gestalteten Raum für größere Vorhaben.
Eigentlich alle Kinder, die im fünften Schuljahr an unsere Schule kommen, haben schon Erfahrungen mit dem Theaterspielen gemacht: Sie sind in eine andere Rolle geschlüpft, haben sich verkleidet und geschminkt, kleine Szenen im Unterricht ihrer Grundschule gespielt oder sogar ein richtiges Theaterstück aufgeführt, vor einem Publikum gesungen oder getanzt.
Diese Spielfreude weiterhin zu erhalten und zu einer Spielfähigkeit zu entwickeln, die es uns ermöglicht, auch später und vielleicht in größeren Projekten bereichernde Erfahrungen zu machen und zu überzeugenden Ergebnissen zu kommen - das haben wir uns als Schulgemeinschaft des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath vorgenommen! Und so wird immer wieder gespielt: Im Literaturunterricht, in den Theater-AGs, im Theaterkurs der Oberstufe, zu Karneval, auf dem Schulfest.
Es erfordert sehr viel Engagement von allen Beteiligten, stets auch über den Unterricht hinaus, größere Projekte bzw. Schülertheater im engeren Sinne zu verwirklichen. Unterstützung gibt es dabei seitens der Eltern, Freunde, Mitschüler und des Kollegiums, aber auch außerschulische Experten, wie das deutsch-niederländische Theater „mini-art" oder der Schauspieler Jens Wachholz, konnten mithilfe von Fördermitteln gewonnen werden.
Nun dürfen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem Autor Lothar Kittstein freuen, der in diesem Schuljahr 2011/12 im Rahmen des TatSch-Projektes an unsere Schule kommt.
Sein Vorhaben: eine Schreibwerkstatt - gemeinsam mit dem Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12, geleitet von Jessika Kikum.
Im Rahmen einer Schreibwerkstatt ist zunächst ein Workshop zum Freien Schreiben geplant. Auf der Basis dieser gemeinsamen Arbeit an den Texten der SchülerInnen des Literaturkurses dreht sich im zweiten Teil des Projektes alles um dramatische Texte. Gemeinsam soll schließlich eine Präsentationsform für die entstandenen Ergebnisse erarbeitet werden.

Am Mo., 25.6.2012, 18.00 Uhr findet die Abschlusspräsentation des Projektes statt.

Geboren 1970 in Trier, nach dem Abitur Studium der Geschichte und Germanistik in Hannover und Bonn. Danach Promotion in Geschichte (2001). Ich lebe mit meiner Freundin und zwei kleinen Kindern in Bonn.
Nach der Promotion war ich gut zwei Jahre lang als Headhunter in einer Unternehmensberatung tätig. Über meine Freundin kam ich in der Zeit zum Theater. 2005 bis 2007 war ich Dramaturg am Schauspiel Köln, seit 2005 schreibe ich Theaterstücke und Kurzgeschichten. Öfter gebe ich Schreib- und Theaterworkshops, manchmal für Erwachsene, meist für Jugendliche.
Die meisten Stücke, die ich geschrieben habe, sind Auftragswerke, z.B. „Die Sorglosen" (UA 2006, Schauspiel Köln), das Jugendstück „Tokio" (UA 2008, Theater Trier), die Stücke „Hotel Kairo" und „Letzte Tage", die ich auf den Proben mit dem Bonner fringe ensemble geschrieben habe, oder „Remake::Rosemarie" (UA 2009, Schauspiel Frankfurt).
Kindertheaterpreis der Frankfurter Autorenstiftung 2007 für das Kinderstück „Zu Besuch", Deutsch-niederländischer Kinder- und Jugendtheaterpreis „Kaas & Kappes" für dasselbe Stück. Teilnahme an den Autorenwerkstatttagen am Burgtheater 2006. Würth-Literaturpreis für die Kurzgeschichte „Norwegen" 2006.
Mir macht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Spaß. Es ist toll, gemeinsam an Texten zu arbeiten, zu entdecken, wie sie sich bewähren und sich verwandeln, wenn man sie liest oder spielt. Zu erforschen, was mit Texten in einem Bühnenraum passiert, und sei es ein umgeräumtes Klassenzimmer. Etwas von der Faszination des Mediums Theater, die mich auch als Autor bewegt, möchte ich gerne weitergeben.