



Die IGS Franzsches Feld ist eine seit 1989 nach dem Jahrgangsprinzip arbeitende und als gebundene Ganztagsschule geführte integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Einzugsbereich der Schule ist die Stadt Braunschweig. Etwa 900 Schüler und Schülerinnen besuchen die in einem historischen, denkmalgeschützten Gebäude untergebrachte Schule.
Die Schule versucht mit ihrem pädagogischen Konzept, für das sie 2006 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde, die Kinder und Jugendlichen bestmöglich in ihrer Vielfalt beim Lernen und in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dazu gehören u.a. eine pädagogische Tages- und Wochenstruktur mit offenem Anfang, im Tagesverlauf länger werdenden Pausen und Tutor/innenstunden am Wochenanfang und am Wochenschluss. Verpflichtende fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben beleben wie Jahrgangsversammlungen und thematischen Tagen den Lernalltag. Speziell ausgewiesene Stunden zum persönlichen Lernen und ein stufenbezogenes Differenzierungskonzept mit geringer äußerer Fachleistungsdifferenzierung einerseits, ein ausgeprägtes Wahlpflichtkonzept zur Neigungsdifferenzierung andererseits prägen das Konzept.
Vielfältige Angebote mit intensiver Kooperation mit außerschulischen Partnern finden sich in den Bereichen Naturwissenschaften (MINT-Schule), Sport (Partnerschule des Leistungssports) und musisch-kultureller Bildung. In diesem Bereich existieren Kooperationen mit den örtlichen Museen, mit dem Staatstheater, Musik- und Kunstschulen, aber auch spezielle Angebote wie ein musisch-kultureller Wahlpflichtbereich, das Fach Darstellendes Spiel sowie eine Musical-Ag mit jährlichen Produktionen.
2006 wurde die Schule mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet.
Dialog Mutter - Sohn: „Wie war's in der Schule?" „Hm ..."
Es gibt Zeiten, da verstummen 14jährige Jugendliche, gegenüber Senioren über 30 jedenfalls. Untereinander haben sie sich vieles zu erzählen, denn natürlich machen sie sich Gedanken: um die Verlässlichkeit der Freunde, die Merkwürdigkeiten der Mitschüler, den Stress mit Eltern oder Lehrern. Vieles dreht sich in diesem Alter natürlich um die Schule, in der sie schließlich viel Zeit verbringen (wenn auch nicht immer so, wie Eltern oder Lehrer es sich wünschen ...), viele Konflikte erleben und Freundschaften knüpfen.
Da liegt es nahe, die Schule als Inspirations-, Spiel- und Erzählort zu nutzen. Welchen Erzählstoff der alltägliche Klassenraum, der staubige Dachboden, der muffige Kellerraum und der stillgelegte Paternoster schließlich hergeben, wird sich in unserem TAtSch-Projekt zeigen.
Die 14jährigen Kursteilnehmer werden ihr Schulleben spiegeln: In kleinen Texten und Szenen, geschrieben und gespielt an verschiedenen, auch ungewöhnlichen Orten der Schule. Wir starten das Projekt mit einer Lesung Hartmut El Kurdis am 29. Januar 2013. Kurz darauf, am 5. Februar, werden die Kursteilnehmer in einem ganztägigen Schreibworkshop mit Hartmut ihre ersten Schreiberfahrungen sammeln. Wir sind gespannt, wie die ungewöhnlichen Orte der Schule auf sie wirken und wie sich das in ihrem Blick auf ihren Schulalltag und in ihren Texten widerspiegelt. Der Schreibarbeit wird sich eine szenische Erarbeitung an den unterschiedlichen Orten anschließen. Die theatralen Präsentationen der Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des Projektes im Frühsommer werden die Zuschauer hoffentlich nicht nur in Bewegung, sondern auch in Erstaunen versetzen. Das Junge Theater Braunschweig hat jedenfalls schon ein reges Interesse an den entstehenden Texten und Ideen angemeldet und seine Unterstützung zugesagt.
Seit über einem Jahr bewegen sich nun die 20 Schülerinnen und Schüler des Kurses Musisch-Kulturelle Bildung des 8. Jahrganges auf künstlerischen Spuren und haben schon einiges ausprobiert: Im Wald Theater gespielt und Land-Art geschaffen, im Museum zwischen epochalen Kunstwerken szenische Führungen veranstaltet, Figurentheater für Kindergartenkinder entwickelt, gebaut und vorgespielt, für jüngere Schüler im gruseligen Schulkeller als lebendige Skelette szenische Lesungen durchgeführt.
Sie sind ganz gespannt auf den „echten" Theaterautoren Hartmut El Kurdi und wir auf ihre Texte und Ideen ...

Aufgrund der Erkrankung des Patenautors Hartmut El Kurdi kann das geplante TAtSch-Projekt an der IGS Franzsches Feld in Braunschweig in diesem Schuljahr leider nicht stattfinden.

Ich schreibe Theaterstücke, Prosa, Kolumnen und Rezensionen für Tages- und Wochenzeitungen (u.a. für die ‚taz‘ und "Die Zeit"). Ich bin viel mit Lesungen unterwegs, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, und spiele in Schulen mein Klassenzimmerstück „Johnny Hübner greift ein". Außerdem arbeite ich als Regisseur und sitze in der Jury des von der Wochenzeitung "Die Zeit" und Radio Bremen vergebenen Kinder- und Jugendliteraturpreises "Luchs".
Früher sind meine Stücke oft in Zusammenarbeit mit bestimmten Theater zu konkreten Anlässen entstanden. Meine beiden Stücke ‚Angstmän‘ (UA 2000) und „Johnny Hübner greift ein" (UA 2005) werden von vielen Theatern in Deutschland gespielt. Beide Stücke sind auch als Buch und Hörspiel erhältlich (im Verlag Sauerländer, ‚Angstmän‘ auch als TB bei Carlsen). Darüber hinaus gibt es vier Bücher mit Kurzgeschichten und Satiren. Zuletzt erschienen ist für Erwachsene „Der Viktualien-Araber" (2007, Edition Tiamat) und für Kinder "Ritter, Räuber, Spökenkieker" (2010, Verlag Sauerländer). Außerdem habe ich verschiedene Kinderhörspiele und -hörstücke für das Deutschlandradio Kultur und den WDR geschrieben.